Kommentar "Süddeutsche Zeitung": Familienarbeitszeit

Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt zum Familienarbeitszeit-Konzept von Bundesfamilienministerin Schwesig (SPD):

"Mit der Union ist die Familienarbeitszeit nicht zu machen, das ist seit Beginn der Legislaturperiode klar. Doch auch jenseits parteipolitischer Taktik: Die Chance, dass die Besserverdiener unter den Eltern nur wegen 300 Euro darauf verzichten, dass der Vater in Vollzeit arbeitet und die Mutter in Teilzeit, ist gering. (...) Interessanter ist der zweite Teil von Schwesigs Idee: dass auch Menschen, die alte Angehörige pflegen, vom Staat eine finanzielle Anerkennung bekommen sollen. 150 Euro Pflegegeld, das reicht zwar nicht zum Leben. Aber es wäre ein Signal gegen die stillschweigende Annahme, dass Pflege ein Ehrenamt ist, wie gemacht fürs weibliche Geschlecht. Wo engagierte Frauen bis zum Umfallen schuften, umsonst, ohne Unterstützung oder miserabel bezahlt, kann Pflege zur Qual werden, auch für Gepflegte. Das mögen sich alle vor Augen führen, die heute beruflich aufsteigen, nur weil sie anderen das Kümmern überlassen."

(folgt drei)

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen