Kommentar "Süddeutsche Zeitung": Flüchtlinge in Ungarn

Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt zum Umgang des ungarischen Regierungschefs Orban mit Flüchtlingen:

"Er lässt Flüchtlinge inhaftieren, internieren, malträtieren. Es gilt die Steigerung: mies, mieser, orbánisch. Sein neues Asylgesetz ist faktisch die Abschaffung des Asyls. Orbán tut alles, um Ungarn als EU-Land unmöglich zu machen. Spät, viel zu spät reagieren nun EU-Staaten auf den Affront; sie tun es, weil der UN-Flüchtlingskommissar aufgeschrien hat. (...) Die EU, deren Regeln so verhöhnt werden, muss ihre Sanktionsinstrumente auspacken und anwenden. Unterm Strich zeigt sich jetzt ein makabres Paradoxon: Nach Afghanistan wird abgeschoben, nach Ungarn nicht. Afghanistan gilt als sicheres Herkunftsland. Ungarn ist unsicheres Drittland. Das verstehen nicht nur die Flüchtlinge nicht mehr."

(folgt acht)

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