Kommentar "Süddeutsche Zeitung": Le Pen bei Putin

Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt zum Besuch Le Pens bei Putin:

"Mit einer Faustregel liegt man oft richtig: Der russische Präsident sagt gern genau das Gegenteil von dem, was er tut. So kann man in Moskau häufig Bekenntnisse zu einem starken Europa hören, das Russland sich als Partner wünsche. Gleichzeitig stehen dort die Türen weit offen für Politiker vom rechten und linken Rand, deren Ziel die Zerstörung des europäischen Projekts ist. Am Freitag war es Le Pen, der ein warmer Empfang bereitet wurde. Vor vier Wochen war es die AfD-Chefin Frauke Petry. Während Bundestagsabgeordnete oft vergeblich um Treffen mit russischen Kollegen bitten, wurde Petry vom Duma-Vorsitzenden und vom Vorsitzenden des auswärtigen Ausschusses empfangen. Dabei hat sie nicht einmal einen Sitz im deutschen Parlament. Die Hacking-Vorwürfe an Russland mögen für Laien kaum nachvollziehbar sein. Aber hier ist politisches Hacking für jedermann sichtbar."

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