Kommentar "Süddeutsche Zeitung": Petry

Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt zum Verzicht der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry auf eine Spitzenkandidatur für den Bundestag:

"Jetzt versucht Petry in Bedrängnis eine neue Rolle. Darum geht es bei ihrem Verzicht auf die Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl, der vor allem eine Kampfansage an die Widersacher in der Partei ist. Sie will bürgerlich wirken, eine Richtungsentscheidung erzwingen, um 2021, welch eine Selbstüberschätzung, als 'Seniorpartner' Deutschland zu regieren. Dafür soll die AfD jenes düstere Image ablegen, für das Petry maßgeblich mitverantwortlich ist. Sie hat gern zugelassen und dazu beigetragen, dass die AfD sich weiter und weiter nach rechts bewegte. Es ist nun offenkundig taktisch und mit der Sorge um die Macht begründet, wenn ihr das eigene Produkt auf einmal nicht mehr gefallen will."

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