Kommentar "Süddeutsche Zeitung": SPD-Vorsitz

Die "Süddeutsche Zeitung" kommentiert die Unterstützung der Jusos für das Duo Esken und Walter-Borjans im Rennen um den SPD-Vorsitz:

"Für die Entscheidung der Jusos war angeblich die Position der Kandidaten zur Verteilungsgerechtigkeit ausschlaggebend. Das wäre legitim. Walter-Borjans hat sich als Eintreiber hinterzogener Steuern Verdienste erworben. Aber die Jusos sehen in ihm heute wohl auch das stärkste Gegenmodell zu Olaf Scholz und im Erneuerungsversprechen des Bewerberduos die Aussicht auf ausführliche Selbstbespiegelung ohne Verantwortung. Die etwas eigenwillige Generationensolidarität der Jusos ist somit auch ein Revancheakt für die verlorene Abstimmung über eine große Koalition und ein weiterer Beweis der Geringschätzung des in Berlin regierenden Teils der SPD."

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