Kommentar "Süddeutsche Zeitung": US-Politik im Nahen Osten

Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt angesichts des Treffens von US-Präsident Donald Trump mit seinem ägyptischen Kollegen al-Sisi zur neuen Ausrichtung der US-Politik im Nahen Osten:

"Weder Trump noch Sisi wollen etwas wissen von den Mühen nationaler Aussöhnungsprozesse oder dem Wert von Demokratie, Rechtsstaat und aktiver Zivilgesellschaften für die Stabilität. (...) Befremdlicher ist nur, dass Trump, der Geschäftsmann, nicht sehen will, dass sein neuer Freund mit der Vorliebe für fragwürdige Prestigeprojekte Ägypten fast ruiniert hat. Er hängt am Tropf internationaler Geber, die USA eingeschlossen. Wollte Trump so etwas nicht stoppen? Aber Argumente zählen wenig in der Welt narzisstischer Ego-Männer, die an Beratern vor allem Ergebenheit schätzen und sich von der Welt missverstanden fühlen. Unter den Folgen solchen Denkens werden andere zu leiden haben - vor allem die Menschen im Nahen Osten. Aber die kennen das schon."

(folgt drei)

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