Kommentar "Süddeutsche Zeitung": Wahlkampf in den USA

Die "Süddeutsche Zeitung" kommentiert den Wahlkampf in den USA:

"Aber, aber, so könnte ein letzter, verzweifelter Protest lauten, haben die Amerikaner Trump nicht satt? (...) Ja, längst. Und wenn man Optimist ist, kann man daraus ein wenig Hoffnung schöpfen. Wenn die Amerikaner die Wahl nächstes Jahr als Referendum über den destruktiven Charakter ihres Präsidenten sehen, wenn ihnen egal ist, was die Demokraten planen oder wie gut die Wirtschaft läuft, weil am 3. November 2020 Amerikas Seele auf dem Spiel steht ? dann verliert Donald Trump vielleicht. Dazu freilich müssten die Bürger für einen Augenblick ihre Köpfe aus den Schützengräben heben können. Und genau das kann Trump nicht zulassen. Seine Verteidigungsstrategie ist: noch mehr Lügen, noch mehr Hetze, bloß keine Atempause. Die amerikanische Gesellschaft geht dabei in die Brüche. Aber das kümmert Donald Trump nicht, solange er gewinnt."

(folgt drei)