Kommentar "Süddeutsche Zeitung": Wirecard

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Die "Süddeutsche Zeitung" kommentiert die Arbeit der Wirtschaftsprüfer im Wirecard-Skandal:

"Im Skandal um den Finanzdienstleister Wirecard drohen Grüne und FDP dem Finanzminister mit einem Untersuchungsausschuss. Olaf Scholz habe, so der Vorwurf, nicht richtig hingeschaut. Das Ansinnen ist verständlich; schließlich könnte Scholz der nächste Spitzenkandidat der SPD sein. Da lohnt es sich, ihn schon früh zu diskreditieren. Und doch hilft die Attacke auf Scholz nicht sonderlich weiter bei der Frage, welche grundlegenden Lehren aus dem Wirecard-Desaster zu ziehen sind. Denn das eigentliche Versagen liegt bei jenen Prüfern, die den tiefsten Einblick hatten und alle Konten und Geldflüsse bei Wirecard kannten (oder hätten kennen müssen): den Wirtschaftsprüfern. Das Prüfungs- und Beratungsunternehmen EY hat jahrelang die Bilanzen geprüft. Echte Zweifel? Iwo. Es gab stets ein Testat. Man verdiente gut mit dem Kunden aus Aschheim."