Götz Aly: So ist Berlin österlich milde betrachtet

Längst nicht alles ist schlecht in der Hauptstadt

Man kann an unserer Stadt vieles kritisieren, und doch ist sie verwunschen schön. Das zeigt sich besonders jetzt, da sich die zartgrün grundierte Frühlingspracht dank plötzlicher Kälte länger hält: Die Forsythien und Magnolien blühen noch, während Apfel-, Flieder- und Kastanienknospen schon hervorbrechen. Meine israelischen Freunde Rachel und Chaim, die über Pessach zum ersten Mal Berlin besuchten, waren hin und weg: „Unglaublich, und das in dieser zauberhaften Umgebung“, stammelten sie, als wir den Park der berüchtigten Wannsee-Villa erkundeten und den Kaffee im benachbarten, einst arisierten Sommerhaus des Malers Max Liebermann nahmen. Engagierte Bürger haben es samt Garten seit 2002 rekonstruiert und belebt.

All das Schöne pflegen Gartenbauämter, Stadtreinigung und Bürger. Berlin funktioniert – und nicht nur im Grünen. Am 29. März hatte ich das Vergnügen, zwecks neuen Reisepasses ein Berliner Bürgeramt aufzusuchen. Vergnügen! – Ja, Sie haben richtig gelesen! Per Internet hätte ich sofort einen Termin in Marzahn bekommen. Doch nahm ich das nächstgelegene Amt 14 Tage...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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