Kommentar zur Stadion-Debatte: Hertha muss vor allem die Fans überzeugen

Eine neue Arena in einer alten Hülle? Bitte nicht!

Die Frage ist: Wen muss der Fußballklub Hertha BSC am meisten davon überzeugen, dass er nicht mehr zur Miete wohnen, sondern lieber in ein Eigenheim ziehen will? Wie es viele von uns ja schon tun, noch wollen oder gern wollen würden. Also, wen jetzt? Sich selbst? Seine Fans? Die Konsumenten? Einen Innensenator? Oder asiatische Investoren?

Drohung oder Versprechen?

Donnerstag macht Hertha ein seit Jahren und je nach sportlicher und wirtschaftlicher Gemengelage mehr oder weniger nachdrücklich formuliertes Versprechen wahr. Manche verstehen das auch als Drohung. Donnerstag jedenfalls stellt die Klubführung eine Machbarkeitsstudie vor, die Standorte in Berlin und ja, auch in Brandenburg benennt, an denen eine Arena gebaut werden könnte. Im Umzugsfall müsste sich das Olympiastadion dann in frühestens acht Jahren einen neuen Hauptmieter suchen. Und falls Interesse besteht: Hertha zahlt aktuell 5,25 Millionen Euro pro Jahr an eine kommunale Betreibergesellschaft.

Im Sommer wird Berlins erfolgreichster Fußballklub 125 Jahre alt. Und weil so ein schönes Jubiläum schon mal dazu verleiten kann, zunächst tief in die eigene Vergangenheit zu blicken, um danach, in einer auf Chancen und Risiken abgeklopften Gegenwart, über eine große Zukunft zu sprechen, ist das Stadionthema von herausragender Bedeutung.

Endlich das Gras riechen

Hertha will endlich auch so einen modernen Fußballtempel haben, in dem die Zuschauer das Gras riechen und in weniger als fünf Minuten Fußweg eine Toilette erreichen können, einen echten Hexenkessel, in dem sich die Stimmung unter einem lückenlosen Dach zusammenbraut und nicht, ohne...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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