Kommentar "Der Standard": Syrien

"Der Standard" aus Wien schreibt zu den Entwicklungen im Syrien-Konflikt:

"Es ist keine große Überraschung, dass die USA unter Donald Trump sich nun mehr oder weniger offiziell von der Priorität verabschieden, das Assad-Regime zu stürzen. Genau genommen hat das bereits Barack Obama getan, der in Syrien seine selbstformulierten 'roten Linien' ? einen Giftgaseinsatz des Regimes ? überschreiten ließ und nicht gegen Assad, sondern 2014 gegen den 'Islamischen Staat' militärisch intervenierte. (...) Parallel dazu bleiben die USA an der diplomatischen Front auf Tauchstation, ihre Funktion als Anwalt der syrischen Opposition haben sie niedergelegt. (...) Der Druck auf die Opposition wird also größer. Das wird aber nur funktionieren, wenn auf der anderen Seite Russland und Iran ihrem Klienten Assad klarmachen, dass bei aller militärischen Konsolidierung seine Bäume nicht in den Himmel wachsen. Assads Abgang ist aufgeschoben, aber nicht aufgehoben."

(folgt zwei und Schluss)

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