Kommentar "Der Standard": US-Wahlkampf

"Der Standard" aus Wien schreibt zum US-Wahlkampf im Bezug auf den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders:

"Den Parteifreund zu beschädigen, das scheint im Moment wichtiger zu sein als das Skizzieren von Programmen, mit denen man Trump herausfordern will. (?) Die düsteren Worte, mit denen Michael Bloomberg oder Pete Buttigieg vor Sanders warnen ? fast so, als drohe Amerika ein revolutionärer Umsturz ?, spielen am Ende nur dem Präsidenten in die Hände. Der könnte ganze Serien von Werbefilmchen mit den Zitaten der Konkurrenz bestreiten, ohne auch nur ein Wort hinzuzufügen. Setzt sich Sanders im demokratischen Wettstreit durch, wird sich die Partei um ihn scharen müssen. Die Idee, ihn auf dem Nominierungskongress im Juli durch raffinierte Manöver noch irgendwie auszubooten, liefe auf ein Fiasko hinaus. Die Basis würde aufbegehren, die Risse würden noch tiefer, das Chaos wäre perfekt. Es wäre erst recht eine Steilvorlage für Donald Trump."