Kommentar "Der Standard": Wahlen in Bulgarien

"Der Standard" aus Wien schreibt zum Wahlausgang in Bulgarien:

"Düstere Farben zum Schwarzmalen gäbe es genug in der Palette: Bulgarien ist das ärmste Land der EU. Die derzeit amtierende Übergangsregierung ist bereits die sechste innerhalb von vier Jahren. Korruption ist ein allgegenwärtiges Problem(...). Dennoch: Die Enttäuschung über stockende Reformen verführte die Menschen nicht zur Abkehr von den nach wie vor starken Sympathien für die EU. Das entspricht jenen Umfragen, denen zufolge die Bulgaren den EU-Institutionen mehr vertrauen als den eigenen in Sofia. Für Borissow ist das Wahlergebnis genau deshalb kein Freibrief zum Weiterwursteln. Wenn nicht bald Reformen und Korruptionsbekämpfung greifen, könnte ausgerechnet seine proeuropäische Orientierung zur inhaltsleeren Hülse verkommen - und die Hoffnungen in die EU diskreditieren."

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