Kommentar "Stuttgarter Zeitung": Hungerskatastrophen

Die "Stuttgarter Zeitung" kommentiert den Umgang der internationalen Staatengemeinschaft mit Hungerskatastrophen:

"Die deutsche Welthungerhilfe hat festgestellt, dass die private Spendenbereitschaft durchaus vorhanden sei. Was fehlt ist der Hilfswille der Staaten. Es sind Weltkrisen wie die in Syrien, die alle Aufmerksamkeit binden. Hinzu kommt der erklärte Wille von US-Präsident Donald Trump, die Zahlungen für humanitäre Hilfe zu reduzieren. Sollte dies wahr gemacht werden, würde sich die Lage verschlimmern, denn traditionell sind die USA der größte Geldgeber des UN-Welternährungsprogramms. Sie bestritten 2016 fast ein Viertel seines Budgets, wobei es kein Geheimnis ist, dass US-Farmer massiv von den Maisexporten in Hungergebiete profitieren. Die Augen vor der Hungerkatastrophe zu schließen ist moralisch inakzeptabel und politisch kurzsichtig. Krieg und Hunger gehören zu den wichtigsten Gründen, sich auf die Flucht nach Europa zu begeben."

(folgt zwölf und Schluss)

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