Kommentar "Tagesspiegel": EU

Auch der Berliner "Tagesspiegel" kommentiert die Debatte um das Amt des Kommissionspräsidenten:

"Die Chancen des Deutschen Manfred Weber, vom Europäischen Rat als Kandidat für das Amt des Kommissionspräsidenten nominiert zu werden, stehen nicht gut. Dass seine Parteifreunde von der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament ihm in dieser Situation den Rücken stärken, muss man erwarten. Die Art und Weise aber, in der das der 43-jährige Unionspolitiker Daniel Caspary tut, ist kontraproduktiv.(...) An der Eignung des ? persönlich absolut integren ? Manfred Weber für das Amt des Kommissionspräsidenten gibt es begründbare sachliche Zweifel. Casparys Appell, jetzt müsse man Flagge zeigen und hart bleiben, ist, um im militärischen Bild zu bleiben, ein Rohrkrepierer. Auf solche deutschen Politiker hat Europa gerade noch gewartet."

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