Kommentar "Tagesspiegel": Hassverbrechen auf Politiker

Der Berliner "Tagesspiegel" schreibt über rechtsextreme Angriffe auf Politiker:

"Die Angriffe auf Politiker nehmen kein Ende. In Halle wird das Büro des in Senegal geborenen SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby beschossen. Nur Tage nachdem bekannt wurde, dass der Bürgermeister der niederrheinischen Kleinstadt Kamp-Lintfort einen großen Waffenschein beantragt hat, um sich vor rechtsextremen Angriffen zu schützen. (...) Die Enthemmung auf der Straße und im Internet beschleunigt sich. Die Versuche von Politik, Behörden und Netzunternehmen, die Spirale zu stoppen, bewirken zu wenig. Extremisten, aber auch emotionalisierte Normalbürger fühlen sich berechtigt, Angst und Schrecken zu verbreiten. Dagegen muss die schweigende, friedliebende Mehrheit der Bevölkerung aufstehen. Und selbst laut werden, gerade auch im Netz. Jeder Angriff auf einen Politiker ist ein Anschlag auf das zivile Zusammenleben, auf die Demokratie. Dass Diaby jetzt viel Zuspruch bekommt, ist ein Hoffnungszeichen."

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