Kommentar "Tagesspiegel": Libyen-Konferenz

Der Berliner "Tagesspiegel" schreibt anlässlich der Libyen-Konferenz am Sonntag:

"Die libyschen Kriegsparteien betrachten die Bundesrepublik als neutral, seit Außenminister Guido Westerwelle 2011 eine vom Sicherheitsrat abgesegnete Intervention der Nato, die zum Sturz Gadaffis führte, nicht unterstützen wollte. Es hat eine gewisse Ironie, dass Deutschland nun handeln soll, weil es 2011 nichts tun wollte. Jetzt ist Schulterschluss gefragt. In der Koalition, aber auch in der EU, wo Frankreich Haftar unterstützt, Italien dagegen al Sarradsch und von gemeinsamer Politik nichts zu sehen ist. Nur wenn Europa, Amerika und China einig auftreten und andere abhalten, mit noch mehr Waffen mitzumischen, kann die Berliner Konferenz ein Anfang sein, der irgendwann Fortschritte bringt."

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