Kommentar "Tagesspiegel": Merkel bei W20-Frauenkonferenz

Der "Tagesspiegel" aus Berlin schreibt zu den Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der W20-Frauenkonferenz über Feminismus:

"Merkels Weigerung, sich als Frau mit Macht offensiv für Frauenrechte einzusetzen, kann man sehr wohl als ängstliche Zurückhaltung sehen. Merkel hat Frauenpolitik immer gefördert, sie aber gleichzeitig von anderen wie Ursula von der Leyen machen lassen. Man konnte das Gefühl bekommen, sie glaube, als Kanzler-IN sei sie für die Altherrenunion und ihre Stammwähler schon Zumutung genug. Ihr Nicht-Bekenntnis wirkt wie ein Makel am größten Erfolg des Feminismus, als der Merkel gelten darf: Selbst die mächtigste Frau der Welt kann ihr Bekenntnis nicht frei wählen, sondern wird durch ihr Frau-Sein beschränkt."

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