Kommentar "Tagesspiegel": US-Wahlkampf

Der Berliner "Tagesspiegel" schreibt zur Identitätspolitik im US-Wahlkampf:

"Je näher die amerikanische Präsidentschaftswahl rückt, desto häufiger hört man eine klare Ansage an die Herausforderer Donald Trumps: Um Gottes willen (oder um der Rettung der Republik willen) bloß keine überdrehte 'identity politics'! Hillary Clintons Idee einer Regenbogenkoalition habe sie bei der Präsidentschaftswahl 2016 den Sieg gekostet; auf die Politik der Minderheiten habe Trump geschickt mit seiner Politik einer sich bedroht fühlenden weißen Mehrheit geantwortet. Das dürfe sich nicht wiederholen. Doch diese vermeintlich so eindeutige Lektion eines Kulturkampfs, den angeblich Linke leichtfertig angefangen hätten, ist empirisch so nicht haltbar."