Kommentar "Tagesspiegel": Volkswagen

Auch der Berliner "Tagesspiegel" kommentiert die Verhandlungen über einen Vergleich für hunderttausende vom Dieselskandal betroffene VW-Kunden:

"VW bietet eine Entschädigung von rund 2000 Euro für einen Schaden, der schwer zu quantifizieren ist. Die Manipulation der Abgassoftware war vor allem für die Umwelt schlecht respektive für Menschen, die die Stickoxide einatmen. Die meisten Anwälte lehnen 2000 Euro als zu wenig ab und raten zu individuellen Verfahren. Es wird nicht zu ihrem Schaden sein, wenn sie Klienten durch diverse Instanzen begleiten. Mit jedem Jahr sinkt aber die Entschädigungssumme, weil das Auto ja weiter gefahren wurde. Das Spiel auf Zeit gehört wiederum zum Kalkül der VW-Anwälte. (...) Das Platzen eines verbindlichen Vergleichs mit den Verbraucherschützern ist also ein Jammer. Nur nicht für die Anwälte."

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