Kommentar "Volksstimme": SPD-Vorsitz

Die "Volksstimme" aus Magdeburg schreibt ebenfalls zum neuen SPD-Vorsitz:

"Das Abstimmungsergebnis für das SPD-Führungsduo läutet eine Zeitenwende in der Partei ein, auch wenn der genaue Kurs noch auszuhandeln ist. Erstmals seit dem ersten Kabinett Merkel 2005 werden mit Saskia Esken und Norbert-Walter Borjans ausgesprochene Kritiker der GroKo in der SPD das Ruder übernehmen. Vorbei die Zeiten, in denen die Sozialdemokraten schon aus Verantwortung fürs Land mitregierten, selbst wenn das Stimmen kostete. Das Ergebnis ist ein Sieg der Partei-Linken. Der als aussichtsreichster Kandidat gehandelte Olaf Scholz stand für das linke Lager nicht nur für die Fortsetzung eines ?Weiter so? ohne Visionen, ihm fehlt auch jedes Charisma. Weitere Verluste kann sich die SPD mit zuletzt gut 14 Prozent in den Umfragen nicht leisten, will sie nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken. Fürs Land lautet die entscheidende Frage: Wie weiter in der GroKo? Die CDU hat schon klargemacht: Einseitige Nachverhandlungen am Koalitionsvertrag wird es nicht geben ? die Zeit der Kompromisse scheint vorbei. Die GroKo wackelt gewaltig."

(folgt acht)