Kommentar "Volksstimme": Unwort des Jahres

Die Magdeburger "Volksstimme" kommentiert das Unwort des Jahres:

"Ab sofort ist 'Klimahysterie' ein Pfui-Wort. Weil es den Klimawandel verharmlost und von den falschen Leuten gebraucht wird, fand die Sprachjury und kürte es zum Unwort des Jahres. Nun soll dies dazu dienen, sachlich falsche oder antihumane Begriffe zu geißeln. Wenn aber ein deutscher Nachrichtensender die Ankunft von Greta Thunberg in New York stundenlang zelebriert, als hätte gerade Kolumbus Amerika entdeckt, ist das nicht hysterisch überdreht? Wenn 'Fridays for Future'-Mitorganisatorin Luisa Neubauer sich binnen kurzem zur Ober-Aktivistin emportwittert und in keiner einschlägigen Talkshow fehlt, hat das hysterische Züge. Ebenso wie die Einladung von Siemens-Chef an die bereits genannte Ikone Umweltfrau in den Aufsichtsrat. Das geht neuerdings offenbar ohne Berufsabschluss. Klimahysterie ? ein Unwort? Von wegen. Der zweitplatzierte Begriff hätte viel eher den Spitzenrang verdient. 'Umvolkung' kommt direkt aus der braunen Hexenküche."

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