Kommentar "Die Welt": Regierungsbildung in den Niederlanden

"Die Welt" schreibt zur Regierungsbildung in den Niederlanden:

"Das Ergebnis der Wahl in den Niederlanden gilt als weltoffenes und fortschrittliches Votum. Doch das ist allenfalls die halbe Wahrheit. Das Parlament insgesamt ist konservativer geworden. Übertragen auf deutsche Verhältnisse, steht gut ein Drittel aller Abgeordneten rechts von der CDU Angela Merkels. Und Premier Mark Rutte hat die Wahl auch gewonnen, weil er sich teilweise als 'Geert Wilders light' präsentierte. Wenn sich die erwartete Regierung bildet, die sich auf Rechtsliberale, Christdemokraten und Linksliberale stützen wird, muss sie auf das Unbehagen der Niederländer in Bezug auf Migration und EU reagieren. Die Wahlprogramme der potenziellen Partner liegen da nicht allzu weit auseinander. Was heute Weltoffenheit und Fortschritt bedeuten, wird in den Niederlanden gerade neu definiert."

(folgt acht)

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