Kommentar "Die Welt": SPD-Wahl

Die Zeitung "Die Welt" schreibt über die Zukunft der SPD:

"Die SPD hat in ihrer langen Geschichte immer darauf geachtet, dass an ihrer Spitze Persönlichkeiten standen, die in die bürgerliche Gesellschaft hinein ausstrahlten: Lassalle, Liebknecht, Bebel, Ebert, Wels, Brandt, auch Schröder auf seine Weise noch. Die Partei wollte immer reputierlich sein. Sie war aufrecht, weil sie den Stock des Staatsbewusstseins im Rücken trug. Sie war immer mehr als eine Politgewerkschaft, als eine pressure group unter vielen. Verantwortung war ihr Leitprinzip ? Verantwortung für die eigene Klientel, für die ganze Gesellschaft, für den Staat und auch für die Traditionen der deutschen Geschichte und des deutschen Geistes. Diese SPD gibt es nicht mehr."

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