Kommt das Lufttaxi? Deutsches E-Flugzeug hebt ab

Fliegen statt Taxifahren: Diesen Traum will Lilium erfüllen. (Bild: Lilium)


Fliegende Autos gehörten bislang ins Reich der Science Fiction. Jetzt aber verspricht ein deutsches Start-up die „Revolution des Reisens“. Das Elektroflugzeug des Unternehmens Lilium hat erfolgreich erste Flugtests bestanden. Der Clou: Die Maschine startet und landet vertikal wie ein Hubschrauber. Dem Hersteller schwebt von ein billiges Lufttaxi vor.

Zehnmal schneller unterwegs sein als im Taxi und das zu Preisen wie in Bus und U-Bahn? Diesen Traum aller Reisenden will das Münchner Start-up Lilium erfüllen und hat nun den ersten großen Schritt getan. Ein Prototyp seines kleinen Elektroflugzeugs absolvierte jüngst die erste Serie unbemannter Testflüge, wie das Unternehmen mitteilte. Dafür hätte man einige der kniffligsten Probleme der Luftfahrt gelöst.

Die Elektroflugzeuge brauchen keine Start- und Landebahnen. (Bild: Lilium)

Was den Lilium Jet von herkömmlichen Kleinflugzeugen unterscheidet: Er startet und landet senkrecht wie ein Hubschrauber. Dabei ist er aber dank hundertprozentigem Elektroantrieb sehr leise, wie der Hersteller verspricht. Damit sei Lilium ideal für den Transport in Metropolen. Am Beispiel von New York machen die Gründer ihre Vision konkret. Eine Taxifahrt von Manhattan zum Flughafen JFK dauere heute 55 Minuten und koste rund 60 Euro. Der Lilium Jet soll die Distanz in fünf Minuten zurücklegen. Die Fahrtkosten pro Passagier kalkuliert der Hersteller mit 33 Euro, auf lange Sicht soll der Preis sogar auf 5,50 Euro sinken. Die Touren könnten per App gebucht werden, ähnlich wie beim Mitfahrdienst Uber.

Nach den erfolgreichen Flugtests des kleinen Prototyps will das Unternehmen jetzt mit dem Bau des eigentlichen Lilium Jets beginnen. Er soll fünf Passagieren Platz bieten und eine Spitzengeschwindigkeit von 300 Stundenkilometern erreichen. Eine Akkuladung soll dabei für Flüge von bis zu 300 Kilometern ausreichen. Lilium wurde 2015 von vier Münchner Kommilitonen gegründet. Ihr Ziel: „Eine Welt, in der jedermann jederzeit überall hin fliegen kann.“ Zu den Investoren zählt Skype-Mitgründer Niklas Zennström.

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