Kommt US-Basketballstar Griner im Tausch gegen Waffenhändler frei?

Kommt US-Basketballstar Griner im Tausch gegen Waffenhändler frei?

Ein Gericht in Moskau hat mehrere Anbieter Sozialer Medien zu Geldstrafen verurteilt. Sie waren von der staatlichen russischen Regulierungsbehörde für Medien Roskomnadzo verklagt worden, weils sie die Daten russischer Nutzerinen und Nutzer nicht physisch auf Servern in Russland verwalten. Unter den Verurteilten sind Betreiber der Dienste WhatsApp (umgerechnet rund 300 000 Euro Geldstrafe), Snapchat (17 000 Euro), Spotify (8 000 Euro) und Tinder (34 000 Euro).

Von einem weiteren Moskauer Gericht ist die russische Journalistin Marina Owsjannikowa zu einer Geldstrafe von umgerechnet rund 800 Euro verurteilt worden. Mit einer Protestaktion gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine während einer Gerichtsverhandlung gegen den Oppositionellen Ilja Jaschin habe sie die russische Armee diskreditiert, hieß es in der Urteilsbegründung.

Die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti berichtete an dieem Donnerstag. Owsjannikowa habe sich vor Gericht auf die "Freiheit des Wortes" berufen.

Owsjannikowa hatte bereits während ihrer Tätigkeit für den staatlichen Fernsehsender Perwy Kanal auch international für Aufsehen gesorgt, als sie im vergangenen März während einer Live-Sendung mit einem Plakat gegen den russischen Angriffskrieg protestierte. Auch dafür wurde eine Geldstrafe verhängt.

Basketball-Goldmedaillengewinnerin bleibt in Haft

Noch keinen Durchbruch gab es bei den Bemühungen der USA, die in Chimki bei Moskau vor Gericht stehende Brittney Griner durch einen Gefangenenaustausch freizubekommen. Die prominente Basketballspielerin ist wegen eines Drogendelikts angeklagt. Sie hatte mit der US-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 2016 und 2020 jeweils Gold sowie die Weltmeisterschaften 2014 und 2018 gewonnen. Bis zu ihrer Festnahme an einem russischen Flughafen stand Griner bei UGMK Jekaterinburg unter Vertrag, wo sie seit 2015 spielte.

US-Außenminister Antony Blinken kündigte an, Bedingungen für ihre Freilassung und die des bereits verurteilten US-Amerikaners Paul Whelan mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow erörtern zu wollen. Whelan sitzt seit 2020 eine 16-jährige Haftstrafe wegen Spionage ab.

Spekuliert wird, dass die beiden Amerikaner gegen den in den USA inhaftierten russischen Waffenhändler Viktor But ausgetauscht werden könnten. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte an diesem Donnerstag, es gebe noch keine Einigung

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.