Konjunkturerwartungen von Finanzexperten steigen weiter an

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Die Hoffnungen ruhen auf den Impfungen

Deutsche Finanzexpertinnen und -experten sind weiterhin optimistisch angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte, gehen sie von einer "breit angelegten Erholung der deutschen Wirtschaft aus". Damit verknüpft sich allerdings die Erwartung, dass bis Herbst "mindestens 70 Prozent der deutschen Bevölkerung ein Impfangebot erhalten werden", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach.

Der vom ZEW berechnete Index für die Konjunkturerwartungen in Deutschland stieg im März um 5,4 Punkte auf 76,6 Punkte. Seit Dezember stiegen die Erwartungen damit um mehr als 20 Punkte an.

Die Einschätzung der aktuellen Konjunktur verbesserte sich im Vergleich zu Februar um 6,2 Punkte auf minus 61,0 Punkte. Das allerdings ist laut ZEW nur eine geringfügige Verbesserung verglichen mit Dezember.

Mehr als 80 Prozent der Expertinnen und Experten rechnen auch mit einem Anstieg der Inflationsrate im Eurogebiet und in Deutschland auf Sicht von sechs Monaten. Das ZEW fragt monatlich rund 200 Experten aus Banken, Versicherungen und Finanzabteilungen von Großunternehmen nach ihren Einschätzungen zu wichtigen internationalen Finanzmarktdaten wie Inflationsraten, Zinsen, Aktienindizes, Wechselkursen und dem Ölpreis.

Für die März-Daten wurden 189 Analysten und institutionelle Anleger befragt. Die Umfrage endete am Montag - am selben Tag wurde allerdings der Einsatz des Astrazeneca-Impfstoffs in Deutschland und zahlreichen weiteren europäischen Ländern ausgesetzt. Noch ist unklar, wie sich das auf die weiteren Impfungen in der Bundesrepublik auswirkt.

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