Konjunkturerwartungen liegen wieder auf Niveau der Zeit vor Brexit-Votum

Vermehrt Forderungen nach Soli-Abschaffung

Die Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten für Deutschland haben sich deutlich aufgehellt. Von März auf April stieg der ZEW-Index um 6,7 Punkte auf 19,5 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mitteilte. Damit liegt das Niveau des Indexes wieder im Bereich von Werten aus der Zeit vor dem Brexit-Votum im Juni 2016 - die Abstimmung hatte für eine kräftige Eintrübung gesorgt.

ZEW-Präsident Achim Wambach erklärte, die deutsche Konjunktur erweise sich im ersten Quartal als recht stabil. Darauf wiesen die positiven Zahlen für die Industrieproduktion, Bauwirtschaft und die Einzelhandelsumsätze im Februar hin. Außerdem stärke die kräftige Arbeitsnachfrage den privaten Konsum. Die Finanzmarktexperten erwarten, dass diese positive Entwicklung weiter anhält.

Der ZEW-Index basiert auf der Befragung von 204 Analysten und institutionellen Anlegern vom 27. März bis 10. April. Die Experten bewerteten auch die aktuelle konjunkturelle Lage Deutschlands spürbar besser, der Index stieg um 2,8 Punkte auf 80,1 Punkte. Im langjährigen Vergleich bedeute dies das höchste Niveau seit Juli 2011.

Die Erwartungen zur Konjunkturentwicklung im Euroraum stiegen im April leicht um 0,7 Punkte auf 26,3 Punkte. Die Konjunkturlage im April schätzten die Experten deutlich besser ein, der entsprechende Index stieg im Vergleich zum März um 4,1 Punkte auf nun 11,5 Punkte und damit auf den höchsten Wert seit Mai 2008.

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