Konjunkturumfrage: Berliner Wirtschaft bleibt im Krisenmodus

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Berlin. Die Berliner Wirtschaft leidet weiter erheblich unter dem durch die Corona-Krise hervorgerufenen Konjunktureinbruch. Der sogenannte Geschäftsklimaindikator – also die Einschätzung der Wirtschaft zur aktuellen Lage und zu Aussichten – habe sich zwar von 65 Punkten zu Beginn der Pandemie wieder auf 106 erhöht, teilten Handwerkskammer sowie Industrie- und Handelskammer (IHK) am Mittwoch mit. Die traditionelle Konjunkturumfrage habe jedoch zu einem Zeitpunkt stattgefunden, als die Infektionszahlen noch weit vom heutigen Stand entfernt gewesen seien und ein erneuter Teil-Lockdown noch nicht zur Debatte gestanden habe. Von einem soliden Wachstumspfad heraus aus der Krise könne keine Rede sein, betonten beide Kammern.

Mehr als jedes sechste Unternehmen hält laut Umfrage eine Insolvenz zumindest für wahrscheinlich. Deutlicher könne man die schwierige Lage kaum ausdrücken, sagte der IHK-Geschäftsführer Wirtschaft und Politik, Henrik Vagt, am Mittwoch. „Zwar hat dieser Senat sich in den vergangenen sechs Monaten so sehr mit dem Wohl der Wirtschaft beschäftigt wie nie – und ausdrücklich ist festzuhalten, dass er dabei überwiegend gute Arbeit gemacht hat, auch wenn die Wirtschaft wiederholt Prozesse anstoßen oder zur Eile mahnen musste, doch mit dem Wiederaufflammen der Pandemie ist auch die Wirtschaftskrise auf dem Weg zu einem zweiten Höhepunkt und noch lange nicht überwunden“, so Vagt weiter.

Einbruch kommt auch im Berliner Handwerk an

Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke b...

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