Konzert im Astra: Wie der sanfte Riese Rag'n'Bone Man Berlin begeisterte

Mit "Human" eroberte Rag'n'Bone Man die Charts. Doch der soulige Brite ist mehr als ein One-Hit-Wonder. Das bewies er jetzt in Berlin.

Im vergangenen Herbst hat er mit seinem Song "Human" die Charts in halb Europa erobert. In Deutschland stand er mehr als elf Wochen auf Platz 1. In diesem Frühjahr nun erschien das erste Album des britischen Sängers Rory Graham, der sich den Namen Rag'n'Bone Man zugelegt hat und seine Musik gerade auf einer ausgedehnten Tournee live vorstellt. Das Astra Kulturhaus ist ausverkauft, als der füllige und voll tätowierte Zwei-Meter-Mann am Dienstagabend in Berlin gastiert.

Um Punkt 21 Uhr tritt der sanfte Riese mit Gitarre vor den Vorhang. Mit dem alten Jazzstandard "St. James Infirmary Blues" stimmt er ganz allein auf seinen Abend ein, der dann aber doch weniger den Blues, dafür umso mehr den gospelschwangeren Soul umarmt. In seinen Song "Wolves", bei dem nun auch die Band einsteigt, baut er einen Rap ein, als Reminiszenz an seine Anfänge als Hip-Hopper im britischen Brighton.

Aufgewachsen in Sussex im Süden Englands als Sohn eines Bluesmusiker-Ehepaars war Rag'n'Bone Man nämlich zunächst Rapper in einer Drum-'n'-Bass-Crew. Der Blues hat ihn während seiner ganzen Kindheit geprägt, doch traute er zunächst nicht seiner Gesangsstimme. Was sich später ändern sollte. Zum Glück. Denn der heute 32-Jährige hat einen ungeheuer gefühlvollen Bariton, den er bis zur rau-rollenden Ekstase treiben kann.

Im Konzert untermauert er, dass er noch einiges mehr kann, als er mit "Human" versprochen hat. Eine Vier-Mann-Band und eine Background-Sängerin stärken ihm den Rücken. Großartige Balladen hat der ...

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