Konzert in Berlin: Amy MacDonald im Tempodrom: Der gute Kumpel aus Schottland

Amy MacDonald meldet sich nach längerer Abstinenz zurück. Zwischen den Songs erzählt sie Anekdoten. Das Konzert zieht sich trotzdem.

Nur wenige Künstler würden es wagen, sich eine längere Kreativpause zu nehmen. Zu groß ist die Angst, in Vergessenheit zu geraten. Amy MacDonald zog sich sogar ganze fünf Jahre aus dem Geschäft zurück, bevor sie ihr neues Album "Under Stars" veröffentlichte. Trotzdem war das Konzert am Samstagabend im Tempodrom schon lange vorher ausverkauft.

Das Bühnenbild ist schlicht: Keine Videoinstallationen, keine Explosionen. En roter Vorhang wie in einem alten Theatersaal, von der Decke hängen Glühlampen, die lose in ihren Fassungen baumeln wie in einem hippen Café.

Passend dazu eröffnet Amy MacDonald ihr Konzert mit dem Song "Under Stars", die Lampen blinken dazu wie ein Sternenhimmel.

Das Publikum ist größtenteils älter als die knapp 30-jährige Musikerin, der angenehme Nebeneffekt: erstaunlich wenig Smartphone-Displays versperren den Blick auf die Bühne. MacDonald spielt zunächst einige ihrer bekanntesten Lieder, Stimmung kommt aber erst beim ersten Hit "Mr Rock and Roll" auf: es wird geklatscht, auf den Rängen stehen die ersten Besucher auf.

MacDonald nutzt die Gelegenheit und spornt das Publikum an: Heute Abend werde für eine Live-DVD gefilmt, man könne also später auf dem Video jeden sehen, der nicht tanzt. Beim nächsten Lied "Slow it down" tanzen dann wirklich alle, was aber auch daran liegen könnte, dass es eine ihrer schnellsten Nummern ist.

Amy MacDonald ist eine Frau, mit der man sofort ein Bier trinken gehen möchte. Sie plaudert zwischen den Liedern mit dem Publikum, liebt Fußba...

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