Konzert in Berlin: Patricia Kaas trifft ihre Fans mitten ins Herz

Nach langer Abwesenheit ist Patricia Kaas mit einem neuen Album auf der Bühne zurück. Ein inniges Konzert im Tempodrom.

Man muss eine Menge geleistet haben, um sich so ergebene Bewunderer zu verdienen wie Patricia Kaas. Wer am Dienstagabend im Tempodrom war, konnte spüren, dass eine innige Beziehung das Publikum mit der französischen Sängerin verbindet, die in Frankreich ein Superstar und nach etlichen schwierigen Jahren mit einem neuen Album aus der Versenkung aufgetaucht ist. Sie ist jetzt fünfzig.

Ihre lange Abwesenheit wird sogar ein Grund für die anrührenden Atmosphäre gewesen sein, in der große Säle wie das Tempodrom nur selten versinken. Kaas hat viel durchgemacht. Burnout, Depression, der Selbstmord ihres Bruders und ihre Mutter war ohnehin früh an Krebs verstorben. Solcherlei Zäsuren sind es, die sie geformt und Spuren in ihren Liedern hinterlassen haben. Und auch in ihrer voluminösen, dunklen, lustvollen und ganz und gar unverwechselbaren Stimme schwingen sie mit.

Kaas singt nicht nur über die Leichtigkeit des Seins

"La langue que je parle" eröffnet programmatisch den Abend. Die Songs vom neuen Album behandeln keineswegs nur leichte Themen, es geht um Inzest, Burnout, die Anschläge in Paris oder die komplexe "Schwierigkeit, eine Frau zu sein", wie sie den Titel "Adèle" ankündigt. Natürlich auch um die Liebe und ihre alten Hits ernten erwartungsgemäß am meisten Applaus. "Kennedy Rose" zum Beispiel, "Mom mec à moi" oder "Ceux qui n'ont rien".

Neue wie alte Lieder sind in ein Klangkostüm gekleidet, das zeitgemäß, experimentierfreudig und abwechslungsreich ist. Die altbekannten Klassiker kli...

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