Konzert aus dem Bunker: Joko und Klaas schenken ukrainischer Band ihre Sendezeit

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Joko und Klaas schenkten am Mittwochabend ihre 15 Minuten Sendezeit einer ukrainischen Band, die ihren Auftritt in einem Bunker im derzeit umkämpften Charkiw absolvierte. (Bild: ProSieben)
Joko und Klaas schenkten am Mittwochabend ihre 15 Minuten Sendezeit einer ukrainischen Band, die ihren Auftritt in einem Bunker im derzeit umkämpften Charkiw absolvierte. (Bild: ProSieben)

Nach ihrem Sieg bei "Joko & Klaas gegen ProSieben" erhielten die beiden Moderatoren erneut 15 Minuten Sendezeit zur Prime Time und zeigten am Mittwochabend den Auftritt einer ukrainischen Folkband, die ihr Konzert in einem Bunker im derzeit hart umkämpften Charkiw spielte.

15 Minuten Primetime für den guten Zweck: Zuletzt hatten Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf ihre in der Spielshow "Joko & Klaas gegen ProSieben" gewonnene Sendezeit für einen Corona-Appell genutzt, in dem zahlreiche Gäste, darunter Bundeskanzler Olaf Scholz, eindringlich für die Corona-Schutzimpfung warben. Auch mit ihrer siebenstündigen Pflegedoku und einem Beitrag über das Flüchtlingslager Moria sorgten die beiden ProSieben-Moderatoren für Schlagzeilen. Am Mittwochabend nutzten Joko & Klaas ihre Sendezeit erneut, um ihr Publikum aufzurütteln: Sie zeigten unter dem Titel "Charkiw in Concert" einen Auftritt der ukrainischen Band Selo i Ludy, die ihren Auftritt in einem Bunker in Charkiw absolvierte.

Die Band Selo i Ludy präsentierte drei Songs: "It's My Life" (Bon Jovi), "Du hast" (Rammstein) und "Space Oddity" (David Bowie). (Bild: ProSieben)
Die Band Selo i Ludy präsentierte drei Songs: "It's My Life" (Bon Jovi), "Du hast" (Rammstein) und "Space Oddity" (David Bowie). (Bild: ProSieben)

Natürlich brauche der Krieg in der Ukraine, der momentan alle Schlagzeilen bestimmt, weder ihre Aufmerksamkeit noch ihre Ideen, erklärten sie. Aber: "Der unbegreifliche Terror und das menschliche Leid in der Ukraine bestimmen unsere Gedanken", sagte Klaas, sie könnten die menschliche und zivilisatorische Tragödie nicht ignorieren. "Was wir mit dieser Aufmerksamkeit machen können, ist denjenigen eine Bühne bieten, die tagtäglich das erleben müssen, was wir hier nur aus Schlagzeilen kennen - und die uns ihre Perspektive darauf schildern können".

Sänger der Band Selo i Ludy: "Wir werden unser Bestes geben, um zu überleben"

In einer aus Sicherheitsgründeten vorab aufgezeichneten Schalte erzählte dann Alexander, Sänger der Folkpop-Band Selo i Ludy, dass die Band in ihrem "ziemlich sicheren Keller" momentan nicht nur spielen, sondern auch leben würde. Schon vor längerer Zeit habe man sich im Hinblick auf einen möglichen Krieg dort auch ein Studio eingerichtet. "Uns war klar, worauf diese Situation hinauslaufen würde", erklärte der Sänger. In ihrem Bunker spiele die Band dabei auch immer wieder Konzerte. Es helfe, die Hilflosigkeit zu ignorieren: "Einfach machen, was man kann, und das so gut wie möglich. Darum geht es. So werden wir auch gewinnen."

Die Band präsentierte dann mit "It's My Life" (Bon Jovi), "Du hast" (Rammstein) und "Space Oddity" (David Bowie) drei Songs, dazwischen ergriff Sänger Alexander erneut das Wort: Er habe das Gefühl, dass die menschliche Zivilisation stabil sei, sie sei nicht so leicht zu zerstören: "Wir werden unser Bestes geben, um zu überleben. Und unser Bestes, hier die Grenzen der zivilisierten Welt zu beschützen", erklärte der Sänger. Zu guter Letzt versprach er, dass die Band nach Deutschland kommen werde, um ihre Musik dort live zu spielen, sobald der Krieg beendet sei: "Bitte erwartet das. Wir tun unser Bestes."

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