Konzertkritik: Zurück in die 90er mit Vonda Shepard

Die US-Amerikanerin hat im Heimathafen Neukölln ein Konzert gespielt. Mit Songs aus „Ally McBeal“ begeisterte sie das Publikum.

Vonda Shepard, das ist die blonde Sängerin und Pianistin in der US-Fernsehserie "Ally McBeal", die in der Bar unterhalb der Kanzlei singt. 15 Jahre ist das jetzt her. Und doch scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Zumindest bei der 53-jährigen New Yorkerin. Musikalisch so richtig präsent war Vonda Shepard nach der Serie, die ihr zum Durchbruch verhalf, in Deutschland nicht, ihre neueste Platte "Rookie" ist zwei Jahre alt, und so sitzen im Heimathafen Neukölln gerade mal 450 Zuschauer.

In ihrem schwarzen Kleid sitzt sie am Flügel, wird begleitet von einer Minimalbesetzung aus Gitarre, Bass und Drums, und schmettert ihre alten Hits, wie "My whole world" und "He Ain't With". Und die klingen immer noch so wie vor einem Jahrzehnt. Teils sehr affektiert, viel Vibrato und gerne einmal - wie es für die damalige Zeit eben üblich war, und man es auch von Anastacia und Britney Spears gekennt – reichlich geknödelt. Leider, denn wenn sie ihre Stimme für einen kurzen Moment mal nicht unter Kontrolle hat, dann wird sie auf einmal ganz weich, hat eine angenehme Tiefe, die sehr berührt.

Die US-amerikanische Serie "Ally Mc Beal" rund um die charismatische und egozentrischen,Bostoner Anwältin, war eine der ersten Fernsehshows, die Musik zu einem Bestandteil ihrer Handlung machte. Nach zwei unerfolgreichen Alben, machte sie Shepard über Nacht zum Star: Zwei Golden Globes, zwei Emmys, zwei Screen Actors' Guild Awards und einen Billboard Award gab es für die meisten verkauften TV-Soundtrack-Pl...

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