Kopf-OP erlöste NDW-Star Markus von schwerer Nervenkrankheit

NDW-Star Markus Mörl ("Ich will Spaß") litt jahrelang unter einer schmerzhaften Nervenkrankheit, nach einer mehrständigen OP freut er sich heute über "einhundert Prozent mehr Lebensfreude". (Bild: Getty Images/Lukas Schulze)
NDW-Star Markus Mörl ("Ich will Spaß") litt jahrelang unter einer schmerzhaften Nervenkrankheit, nach einer mehrständigen OP freut er sich heute über "einhundert Prozent mehr Lebensfreude". (Bild: Getty Images/Lukas Schulze)

Zehn Jahre lang litt NDW-Star Markus an der Nervenkrankheit Trigeminusneuralgie. Eine OP an der Uniklinik Mainz beendete schließlich das Leiden des Sängers.

Lange konnte ihm niemand helfen, am Ende führte kein Weg mehr an einer mehrstündigen Kopf-OP vorbei: NDW-Star Markus, bürgerlich Markus Mörl, litt jahrelang unter Trigeminusneuralgie, wie er nun öffentlich machte. Nach einem aufwendigen Eingriff kann er nun endlich wieder ein unbeschwertes Leben führen.

Rund ein Jahrzehnt lang litt der gebürtige Frankfurter an der Krankheit, die unter anderem heftige Schmerzen im Gesicht auslöst. Es begann mit Zahnschmerzen, wie der Sänger gegenüber "Bild am Sonntag" erklärt. Zwei Jahre lang sei er Stammgast in verschiedensten Zahnarztpraxen gewesen - ohne Erfolg. "Die Schmerzen wurden nur immer schlimmer. Ich hatte Anfälle, bei denen ich mitten in der Fußgängerzone aus den Latschen gekippt bin und auf einmal auf dem Boden lag", so der 62-Jährige.

Markus Mörl: "Einhundert Prozent mehr Lebensfreude"

Schließlich erhielt der Neue-Deutsche-Welle-Star ("Ich will Spaß") die schockierende Diagnose: Trigeminusneuralgie. Es handelt sich dabei um eine chronische Schmerzerkrankung im Gesicht, die nur schwer zu behandeln ist. Die Krankheit führt zu blitzartigen schweren Schmerzen speziell in den Bereichen der Stirnpartie, der Ober- und Unterkiefer sowie der Lippen und Wangen. Nach der Diagnose sei er zunächst "medikamentös eingestellt" worden und habe "stärkste Schmerzmittel bekommen", erzählte Mörl weiter. "Die Tabletten haben das vegetative Nervensystem gedämpft."

Im Jahr 2019 riet ein Spezialist der Uniklinik Mainz dem Musiker schließlich zu einer Operation. "Die dauerte sechs Stunden. Er ist von hinten in meinen Kopf reingegangen, dann abgebogen zu meinem Rückenmark. Dort wurde der Nervenstrang mit einer Teflonschicht ummantelt, damit die Adern den Reiz nicht mehr auslösen können", so der Sänger. Nach dem Eingriff seien die Schmerzen sofort weg gewesen und auch nicht mehr zurückgekehrt. "Ich habe jetzt zu einhundert Prozent mehr Lebensfreude", erklärt Mörl. Die OP empfindet er rückblickend als "lebensrettend".

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