Was kann das Korea-SUV Hyundai Tucson?

Kompaktes SUV: Der Hyundai Tucson in erster Generation. Foto: Hyundai

Ordentliches Ladevolumen und reisetaugliches Fahrverhalten: Der Hyundai Tucson ist eine Familienkarosse. Schade nur, dass bereits ab der vierten HU von erheblichen Mängeln die Rede ist. Auch die Pannenstatistik des Koreaners ist schwach.

Berlin (dpa/tmn) - Der erste Tucson markierte bei Hyundai den erfolgreichen Schritt ins Boomsegment der kompakten SUV. Der über ihm angesiedelte Santa Fe schlug, gemessen an den Verkaufszahlen, nicht so ein.

Dafür trägt der Tucson Verwirrungspotenzial im Namen, denn die zweite Generation hieß ix35, während das aktuelle Kompakt-SUV seit 2015 wieder als Tucson bei den deutschen Händlern steht. Wir betrachten die von 2005 bis 2010 gebaute Erstauflage.

Modellhistorie: Als Ergänzung zum Santa Fe und dem noch höher angesiedelten Geländewagen Terracan von 2004 bis 2010 in Produktion. Offizieller Nachfolger von 2010 bis 2015 war in Deutschland der ix35, während die dritte Generation seither wieder als Tucson geführt wird. 2009 kam noch einmal eine leicht überarbeitete Fassung, bevor das Modell dem ix35 wich.

Abmessungen: 4,33 m x 1,80 m x 1,72 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 325 bis 1375 Liter.

Karosserievarianten: Ausschließlich als fünftürige Kombilimousine mit fünf Sitzplätzen - in der hochbeinigen Gestalt eines Kompakt-SUV.

Stärken: Geräumiges Familienauto sein - das kann das Korea-SUV. Ein vergleichsweise langer Radstand von 2,63 Meter schafft großzügige Innenraumverhältnisse. Auch das Ladevolumen durchkreuzt keine Urlaubs- oder Familienplanung. Dazu passt das reisetaugliche Fahrverhalten mit entsprechendem Komfort. Bei der Hauptuntersuchung (HU) vorbildlich schneiden laut «Auto Bild Tüv Report 2019» im Grunde aber nur die Bremsschläuche ab.

Schwächen: Ab der vierten HU leistet sich der Tucson überdurchschnittlich oft erhebliche Mängel. Achsenaufhängung, Lenkanlage und Bremsbauteile werden häufig als mangelhaft eingestuft. Ab dem elften Jahr blüht der Rost am Fahrwerk auf. Negativ schneiden auch viele Komponenten der Beleuchtung ab. Diesel gibt es teils noch ohne Partikelfilter.

Pannenverhalten: Mit Blick auf seine offizielle Pannenstatistik schreibt der ADAC: «Der Tucson schneidet eher schwach ab.» Als Hauptschwerpunkt nennt der ADAC defekte Anlasser sowie schlappe Batterien - die sich vor allem bei Exemplaren von 2010 häufen.

Motoren: Benziner: Vierzylinder mit Front- und Allradantrieb und 104 kW/141 PS sowie Sechszylinder mit 129 kW/175 PS (nur Allradantrieb); Diesel (Vierzylinder mit Front- und Allradantrieb): 83 kW/113 PS bis 110 kW/150 PS; Autogasausführung mit 104 kW/141 PS (nur Baujahr 2008).

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- Tucson 2.0 GLS 2WD (2010); 104 kW/141 PS (Vierzylinder); 142 000 Kilometer; 5825 Euro - Tucson 2.7 GLS 4WD (2007); 129 kW/175 PS (Sechszylinder); 178 000 Kilometer; ab 4725 Euro - Tucson Diesel 2.0 CRDi DPF GLS 4WD (2010); 110 kW/150 PS (Vierzylinder); 169 000 Kilometer; 6550 Euro