Kosten für Reparaturarbeiten am Londoner Big Ben steigen kräftig

Londoner Wahrzeichen Big Ben

Die bereits seit mehreren Jahren laufenden Reparaturarbeiten des Londoner Wahrzeichens Big Ben werden deutlich teurer als bislang erwartet. Die Kosten für die Arbeiten am Elizabeth Tower mit der berühmten Glocke steigen um knapp 19 Millionen Pfund auf knapp 80 Millionen Pfund (95 Millionen Euro), wie das britische Parlament am Donnerstag mitteilte. Grund seien ein Schaden durch eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, Schmutz und Asbest.

Diese Kostentreiber wurden demnach erst entdeckt, als die Projektbeauftragten erstmals überhaupt das Innere des 177 Jahre alten Bauwerks erkunden konnten. Dennoch sollen die Arbeiten nach Behördenangaben wie geplant Ende 2021 abgeschlossen sein und der Turm dann wieder in seiner "früheren Pracht" erstrahlen.

Repariert werden die Ziffernblätter und der Uhrenmechanismus, Risse im Gemäuer des Turms und Korrosionen im Dach. Der Uhrenturm erhält außerdem einen Aufzug als Alternative zum Treppenaufstieg und LED-Lampen statt der herkömmlichen Beleuchtung. Die Arbeiten hatten 2017 begonnen.

Der im neogotischen Stil errichtete Turm am Londoner Parlamentsgebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert. Fertiggestellt wurde er 1856. Im Volksmund hat sich der Name Big Ben für das Londoner Wahrzeichen durchgesetzt, so heißt aber eigentlich nur die größte Glocke des Turms.