Krabbeninvasion auf der Weihnachtsinsel: Millionen der Tierchen legen den Verkehr lahm

·Freie Autorin
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Alle Jahre wieder verwandelt sich die australische Weihnachtsinsel in ein rotes Meer: Millionen roter Landkrabben, auch Weihnachtsinselkrabben genannt, wandern zur Paarungszeit gesammelt an die Küste. Jetzt ist es wieder so weit.

Alle Jahre wieder geht auf der Weihnachtsinsel die große Krabbenwanderung los (Bild: Getty Images)
Alle Jahre wieder geht auf der Weihnachtsinsel die große Krabbenwanderung los (Bild: Getty Images)

Nur rund 2000 Menschen leben auf der Weihnachtsinsel, die zu Australien gehört. Im Kontrast zu diesem Mangel an menschlicher Bevölkerung steht die Population der dort ansässigen Weihnachtsinselkrabben, die auf 50 Millionen geschätzt wird. 

Die sorgen einmal jährlich für ein so spektakuläres wie skurriles Schauspiel: Zu Beginn der Regensaison machen sich sämtliche Krabben wie auf Kommando von den Wäldern aus auf den Weg in Richtung Meer, um sich dort im oder am Wasser zu paaren. 

Städtische Mitarbeiter rechen die Krabben von der Straße

Im Schnitt anderthalb Kilometer legen die kleinen Tiere dabei zurück und lassen sich in ihrem urinstinktiven Verhalten durch nichts aufhalten - weder Straßen noch Mauern und schon gar nicht von Menschen, die in dieser Zeit schlicht warten müssen, bis die Krabben ihr Ziel erreicht haben. 

"Die Krabben tauchen überall auf, sogar vor der Tür eines Bürogebäudes", schrieb auch die australische Parkverwaltung Australiens auf Twitter. "Unsere Mitarbeiter sind dabei, den Verkehr zu regeln, Krabben von der Straße zu rechen und über Verkehr und Straßensperrungen zu informieren." 

Im Vordergrund steht der Schutz der Tiere

Doch zu stören scheinen sich an den Krabben die wenigsten, auch wenn diese gerne mal den Verkehr lahmlegen. Ansässige Naturliebhaber und auch Touristen sehen sich das Schauspiel der roten Krabbenmassen gerne an. Am Strand werden sogar Absperrungen errichtet, um die Tiere nicht bei der Paarung zu stören, wie die Daily Mail Australia berichtet. 

Die Bewohner der Insel stören sich in der Regel nicht an den Tierchen (Bild: Getty Images)
Die Bewohner der Insel stören sich in der Regel nicht an den Tierchen (Bild: Getty Images)

Doch obwohl manche Straßen zur Sicherheit der Krabben gesperrt werden, dürfen sich die Menschen dort frei bewegen und die Migration beobachten - vorausgesetzt, sie achten dabei auf die etwa tellergroßen Tiere. Diese seien "extrem wichtig für das Ökosystem der Insel", wie Parkwächterin Bianca Priest der Zeitung sagte. Da sie sich vorwiegend von Laubstreu ernähren, sorgen sie für einen gesunden Waldboden. 

Viele Krabben kommen Jahr für Jahr unter die Räder, wenn die Krabben sich auf den Weg Richtung Küste machen, weswegen bisweilen spezielle Brücken über Straßen und Gleise errichtet werden. Auf dass die Weihnachtsinsel auch im kommenden Jahr wieder in einem Meer von Krabben erröten darf. 

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