Krankenhaus-Zusatzversicherung lohnt nicht immer

Beratung von oberster Stelle: Wer gesetzlich versichert ist und sich vom Chefarzt behandeln lassen möchte, muss das meist aus eigener Tasche zahlen.

Im Krankenhaus fühlen sich manche im Einzelzimmer oder mit Chefarztbehandlung wohler. Das belastet oft aber den eigenen Geldbeutel. Doch wie sinnvoll ist eine Zusatzversicherung?

München (dpa/tmn) - Wer gesetzlich versichert ist und sich vom Chefarzt behandeln lassen oder im Einzelzimmer liegen möchte, zahlt das meist aus eigener Tasche. Eine Zusatzversicherung lohnt sich laut der Verbraucherzentrale Bayern trotzdem nicht immer.

Die Leistungen variieren nach Angaben der Verbraucherschützer bei den Versicherungen stark: Manche übernehmen keine Kosten für eine Privatklinik, andere zahlen nur einen bestimmten Satz der ärztlichen Honorare. Wenn es nicht um die Chefarztbehandlung, sondern um das Einzelzimmer geht, ist es teilweise günstiger, den Aufschlag für das Zimmer zu zahlen statt eine Zusatzversicherung abzuschließen, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern.

Es empfehle sich zudem, die Zusatzversicherung abzuschließen, solange man gesund ist. Denn Interessenten mit schweren Erkrankungen wie Krebs bekommen nach Erfahrung der Verbraucherzentrale oft keinen Vertrag mehr. Auch das Alter spielt demnach eine Rolle: Je älter der Versicherte beim Abschluss ist, desto höher sind in der Regel die Beiträge.