Krankenkassen erhöhen Rücklagen offenbar weiter

Offenbar mindestens eine Milliarde Euro mehr

Die gesetzlichen Krankenkassen haben ihre Rücklagen im dritten Quartal einem Zeitungsbericht zufolge weiter erhöht. Allein die Ersatz- und Ortskrankenkassen, bei denen gut zwei Drittel der gesetzlich Versicherten sind, sowie die Knappschaft hätten ihren Überschuss um mindestens eine Milliarde Euro ausgeweitet, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Kreise der Krankenkassen. Zahlen der Betriebs- und Innungskassen lagen demnach noch nicht vor.

Die Reserven der gesetzlichen Krankenkassen waren bereits im ersten Halbjahr um 2,7 Milliarden Euro gestiegen und summierten sich damit auf 21,8 Milliarden Euro. Vor knapp zwei Wochen beschloss der Bundestag einstimmig, die Praxisgebühr zum bevorstehenden Jahreswechsel abzuschaffen. Die im Jahr 2004 eingeführte Abgabe in Höhe von zehn Euro hatten gesetzlich Versicherte bislang pro Quartal für Arztbesuche zahlen müssen. Sie bescherte den Kassen Einnahmen von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr, galt jedoch als bürokratisch und ineffizient.

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