Krankenschwester verrät bei TikTok die letzten Worte Sterbender

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Eine Palliativ-Krankenschwester aus den USA ist viral gegangen, nachdem sie die rührenden Dinge geteilt hat, die Menschen zu ihren Liebsten sagen, bevor sie sterben.

Krankenschwester verrät bei TikTok die letzten Worte Sterbender
Julie McFadden teilt bei TikTok, was sie als Krankenschwester in einem Hospiz erlebt. Quelle: TikTok

Julie McFadden lebt in Kalifornien und postet regelmäßig Videos über ihren Job, in dem sie täglich mit der Versorgung Sterbender zu tun hat. Sie versucht durch ihre Videos aufzuklären und das Thema Tod und Sterben zu normalisieren.

Ihre Videos, die von Millionen von Usern angesehen werden, gehen oft viral. Es gibt jedoch eine Sache, die die Leute immer wieder interessiert: die häufigsten Dinge, die Menschen sagen, bevor sie sterben.

„Es gibt etwas, das die meisten Leute sagen, bevor sie sterben“, verrät sie.

„Es ist in der Regel ‚ich liebe dich‘ oder sie rufen nach Mutter oder Vater, die normalerweise bereits verstorben sind.“

Vier „ganz normale“ Dinge, die passieren, wenn man stirbt

McFadden, die seit fünf Jahren als Krankenschwester in einem Hospiz arbeitet, erklärt, dass Veränderungen der Atmung und der Hautfarbe, letzte Ausscheidungen und Fieber alles Dinge sind, die man bei Sterbenden vor ihrem Tod beobachten kann.

„Zu den Anzeichen der aktiven Sterbephase gehören Veränderungen des Bewusstseins (bewusstlos), der Atmung, Fleckenbildung und finale Ausscheidungen“, erklärte sie in einem TikTok-Video.

„All diese Dinge sind ganz normal. Sie sind nicht unangenehm und bereiten KEINE Schmerzen.“

„Unsere Körper übernehmen am Ende unseres Lebens die Regie. Je weniger wir eingreifen, desto besser.“

Die Krankenschwester erklärte auch ein Phänomen, das sie und andere Mediziner häufig beobachten können. Es wird als „The Rally“ bezeichnet. Das Phänomen tritt oft kurz vor dem Tod auf und es wirkt plötzlich so, als gehe es jemandem nur Stunden oder Tage vor dem Tod plötzlich besser.

„Dazu kommt es, wenn jemand sehr krank ist und sich auf die aktive Sterbephase zubewegt, was bedeutet, dass die Person in wenigen Tagen sterben wird. Und plötzlich wirkt es, als gehe es ihr ‚besser‘“, erklärte sie.

„Dies kann sich auf vielerlei Art zeigen, aber oftmals essen sie plötzlich, fangen wieder an zu sprechen, können sogar laufen. Sie verhalten sich wie früher, haben wieder mehr Persönlichkeit, lachen, reden, scherzen. Aber in der Regel sterben sie innerhalb von wenigen Tagen danach“, fügte sie hinzu.

McFadden sagt, dass viele Patienten auch davon erzählen, dass sie von Liebenden umgeben sind (bereits verstorben oder noch am Leben), bevor sie sterben.

„Dazu kommt es in der Regel etwa einen Monat, bevor ein Patient stirbt. Sie fangen an, plötzlich verstorbene Verwandte und Freunde zu sehen oder Haustiere, die nicht mehr leben. Auch Geister oder Engel, die sie besuchen, und die nur sie selbst sehen können“, sagte sie.

„In der Regel haben sie keine Angst. Es gibt ihnen sehr viel Trost und sie sagen normalerweise, dass sie eine Nachricht senden, wie ‚wir kommen bald, um dich zu holen‘ oder ‚mach dir keine Sorgen, wir helfen dir‘. Die meisten Menschen finden hierin sehr viel Trost und es macht ihnen keine Angst.“

Hoffnung auf Aufklärung über den Tod

Mc Fadden sagte, sie sei „verblüfft“ gewesen, als ihre Videos viral gingen. Sie erklärte, dass sie mit ihrem TikTok-Account begonnen hatte, da sie das Gefühl hatte, es sei wichtig, ihre Erfahrungen aus dem Hospiz zu teilen.

„Ich habe schon immer mit Freunden und Familie über Tod und Sterben gesprochen, es macht mich so glücklich zu sehen, dass auch andere so großes Interesse haben“, sagte sie gegenüber Yahoo Nachrichten Australien.

„Jeder in unserem Leben wird mit dem Tod zu tun haben. Er gehört zum Leben dazu. Es ist so toll zu sehen, dass die Menschen wirklich mehr darüber erfahren wollen.“

Obwohl sie zugibt, dass ihr Job schwierig ist, liebt McFadden es, in der Lage zu sein, Menschen über den Alltag im Hospiz aufzuklären.

„Es fühlt sich wirklich so an, als würde man etwas Gutes in der Welt bewirken“, sagte sie.

„Es ist ein gutes Gefühl, sich wirklich auf so einer verletzlichen Ebene mit anderen zu verbinden und während einer angsteinflößenden Zeit für sie da zu sein. Es ist eine Ehre, ihnen die Angst zu nehmen.“

„Der beste Teil an meinem Job ist es, Patienten und Familien über den Tod und das Sterben aufzuklären und sie emotional und auch körperlich zu unterstützen.“

„Ein Grund, warum ich diese Seite ins Leben gerufen habe, war, dass Leute so lernen können, wie man über den Tod spricht und wie man das Unvermeidbare akzeptieren kann.“

Emily Lefroy

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