Kreml stuft Georgien-Proteste als russlandfeindlich ein

240 Verletzte, Sachschäden und Empörung in Russland: Das ist die Bilanz einer Gewaltnacht in der georgischen Hauptstadt Tiflis. Demonstranten versuchten, das Parlamentsgebäude zu stürmen. Die Polizei verhinderte das, indem sie die Menge mit Wasserwerfern und Tränengas zurückdrängte. Mittlerweile hat Parlamentspräsident Irakli Kobachidse sein Amt niedergelegt und übernahm damit laut eigener Aussage die politische Verantwortung. Der Dumaabgeordnete Sergej Gawrilow hatte als Mitglied einer russischen Delegation im georgischen Parlament eine Rede gehalten, das nahm die Opposition in Tiflis zum Anlass, um zu den Protesten aufzurufen. Kremlsprecher Dmitri Peskow stufte die Geschehnisse in Georgien der Nachrichtenagentur Interfax zufolge als russlandfeindlich ein. Das Verhältnis zwischen Georgien und Russland ist unter anderem aufgrund des Streits um Abchasien und Südossetien seit Jahren angespannt.