Kretschmer nennt Coronalage dramatisch

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Michael Kretschmer (AFP/Odd ANDERSEN)

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich besorgt über die Coronalage in Deutschland gezeigt. Die derzeitige Welle sei "heftig", weshalb dringend gehandelt werden müsse, sagte Kretschmer am Freitag im Deutschlandfunk. Die aktuellen Zahlen seien noch höher als während der dritten Welle im vergangenen Winter.

Kretschmer forderte schnellstmöglich ein Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. Es müssten nun zügig Entscheidungen getroffen und Maßnahmen abgesprochen werden wie die 2G-Regelung, also der Einlass etwa in der Innengastronomie nur für Geimpfte und Genesene, oder die Wiedereinführung kostenloser Tests.

"Wenn wir uns zu viel Zeit lassen, endet das wie im vergangenen Jahr in einem Lockdown", warnte Kretschmer. "Es ist wirklich Alarm." Von einer generellen Impfpflicht hält der CDU-Politiker nichts. Aus seiner Sicht sei eine "Impfpflicht per se nicht durchsetzbar".

Als erstes Bundesland will Sachsen eine landesweite 2G-Regelung beschließen. Das Kabinett will in Dresden am Freitagnachmittag dazu eine Verordnung mit schärferen Coronaauflagen auf den Weg bringen. Ab Montag sollen in Gaststätten oder bei Veranstaltungen in Innenräumen nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt haben.

Grund ist die steigende Zahl an Neuinfektionen. In Sachsen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 385,7 und damit deutlich über dem Bundesschnitt von knapp 170. Nur Thüringen hat eine noch geringfügig höhere Inzidenz. Zudem ist Sachsen bei der Impfquote bundesweites Schlusslicht.

hex/cfm

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