Kriminalität: Jugendliche vom Alexanderplatz kommen aus Problem-Umfeld

Blick auf einen Teil des Alexanderplatzes

Viele der Jugendlichen vom Alexanderplatz stammen nach Angaben von Behörden und Sozialarbeitern aus problematischen Familienverhältnissen. Einige übernachteten entweder gar nicht oder nur noch selten bei ihren Eltern. Hinzu kämen Alkohol- und Drogenprobleme.

Die Angehörigen einer weiteren Gruppe, an die sich die geplanten Sozialarbeiter am Alexanderplatz richten sollen, seien Flüchtlinge aus dem nordafrikanischen Raum, aus dem Irak und Afghanistan. "Aus dieser Gruppe kommt es immer wieder zu kriminellen Handlungen, wie Übergriffen gegenüber Frauen und Passanten", sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD). Deshalb sei die Polizei verstärkt vor Ort. Er betonte: "Wir brauchen dort aber auch mehr Sozialarbeiter, die für diese Jugendlichen Angebote machen."

Dieser Ansatz habe sich am Leopoldplatz in Wedding bewährt und könne Modellcharakter für andere Plätze haben. "Repression ist wichtig, weil Regeln durchgesetzt werden müssen", sagte Geisel. "An die Wurzeln müssen wir aber genauso ran." Um die Sicherheit und Aufenthaltsqualität zu erhöhen, wollen Bezirk und Innenverwaltung Anwohner und Gewerbetreibende einbeziehen und Konzepte für bauliche Veränderungen entwickeln.

Zahl der Straftaten am Alexanderplatz deutlich gestiegen

Die Arbeit der Sozialarbeiter wird, zunächst befristet auf zwei Jahre, aus Landesmitteln finanziert. "Der Bezirk alleine wäre damit finanziell überfordert gewesen", sagte Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Fami...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen