Kriminalität in Berlin: Neue Masche: Diebe bestehlen Schlafende im Zug

Diebes-Banden sind immer wieder in Bahnhöfen in haltenden Fernzügen unterwegs. Reisende Menschen bei Dieben beliebt.

Die großen Berliner Bahnhöfe sind schon länger als Kriminalitätsschwerpunkte bekannt. Jetzt sollen es Diebesbanden mit einem neuen Trick auf Gepäckstücke von schlafenden Reisenden abgesehen haben. Gezielt steigen die Diebe etwa am Hauptbahnhof oder in Spandau in die haltenden Fernzüge, gehen durch die Wagen und stehlen Aktentaschen oder Umhängetaschen, die neben den Schlafenden liegen. Noch im gleichen Bahnhof verlassen die Täter wieder den Zug. Der Berliner FDP-Abgeordnete Marcel Luthe berichtete von mehreren Fällen, die ihm von betroffenen älteren Menschen berichtet worden seien.

Die Bundespolizei kennt solche Fälle schon, eine aktuelle signifikante Steigerung der Taten in ICEs sei aber nicht erkennbar. Die Gefahr, von Trickdieben und Taschendieben im Gedränge, auf Rolltreppen und beim Ein- und Aussteigen in die Züge bestohlen zu werden, sei deutlich höher, betonte ein Sprecher der Bundespolizei am Montag.

Die Senatsinnenverwaltung hatte auf eine Anfrage des innenpolitischen Sprechers Marcel Luthe zu dem Thema mitgeteilt: "Im örtlichen Zuständigkeitsbereich der Polizei Berlin, nämlich in den Anlagen und Verkehrsmitteln der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), ist eine ähnliche Vorgehensweise bekannt." Hier würden die Täter aber meist in der Nacht ein paar Stationen mitfahren, bevor sie schlafende oder betrunkene Fahrgäste bestehlen würden.

Forderung nach mehr vorbeugenden Maßnahmen

Dies liege nach Polizeiangaben allein schon daran, dass etwa U-Bahnen selten länger als 90 Sekunden i...

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