Rechtsextremismus: Serie rechtsextremer Taten in Neukölln reißt nicht ab

Berlin. Hakenkreuzschmierereien, „Feindeslisten“, tätliche Übergriffe: Die Serie rechtsextremistischer Straftaten in Neukölln reißt nicht ab. Allein seit September vergangenen Jahres registrierte die Polizei in dem Bezirk 137 Fälle politisch motivierter Kriminalität mit vermutlich rechtsextremem Hintergrund. Das teilte die Innenverwaltung auf Anfrage der Abgeordneten Anne Helm und Niklas Schrader (Linke) mit.

In den meisten Fällen handelt es sich der Auflistung zufolge um Propagandadelikte, etwa um rechtsextreme Schmierereien. Die Polizei registrierte aber auch homophobe, rassistische und islamfeindliche Drohschreiben, etwa gegen Moscheen, sowie tätliche Übergriffe auf Beamte und Passanten.

Rechtsextremismus in Neukölln: Mehr als 60 Straftaten zwischen Juni 2016 und März 2019

Inwiefern einige der aufgelisteten Fälle im Zusammenhang mit der „Neuköllner Terrorserie“ stehen könnten, ist offen. Die Polizei rechnet dieser Serie mehr als 60 Straftaten zu, die zwischen Juni 2016 und März 2019 erfasst wurden. Dabei wurden Autos und Geschäfte von Neuköllnern in Brand gesetzt, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.

Die Ermittlungen zur Aufklärung dieser Serie richten sich weiterhin gegen drei szenebekannte Neonazis aus dem Süden Neuköllns. Auf ihre Täterschaft deuten viele Indizien hin, die bisher aber nicht für eine Anklage ausreichten. Laut Innenverwaltung informiert die Polizei zudem weiterhin rund 500 Personen, deren Namen auf einer „Feindesliste“ stehen, die im Zusammenhang mit der „Neu...

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