Kriminalitätsstatistik der Polizei: Anzahl der Gewaltverbrechen deutlich gestiegen

Vor allem der Anteil der Körperverletzungsdelikten nahm zu.

Die Hemmschwelle für Gewalttaten in Deutschland sinkt offenbar wieder. So ist die jahrelang rückläufige Gewaltkriminalität deutlich gestiegen, um 6,7 Prozent auf 193542 Fälle im vergangenen Jahr. Das geht laut „Welt am Sonntag” aus der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2016 hervor, die am Montag von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) offiziell präsentiert wird.

Ein Hauptgrund für den Anstieg ist, dass gefährliche und schwere Körperverletzungen erheblich zugenommen haben, um 9,9 Prozent auf 140033 Fälle. Insbesondere Jugendliche fallen häufiger bei Gewaltkriminalität auf, die Kriminalstatistik verzeichnet bei ihnen einen Anstieg um zwölf Prozent auf 22646 Tatverdächtige. Bei der gefährlichen und schweren Körperverletzung wurde ein Plus um 16,5 Prozent auf 18156 jugendliche Verdächtige registriert.

174438 tatverdächtige Zuwanderer

Aber auch Zuwanderer haben einen Anteil daran. In dem Kapitel „Im Fokus“ beschäftigt sich die Kriminalstatistik ausführlich mit dem Thema „Kriminalität und Zuwanderung“. Demnach gab es im vergangenen Jahr 174438 tatverdächtige Zuwanderer. Das ist gegenüber 2015 ein Anstieg von 52,7 Prozent. Dabei wurden Straftaten wie unerlaubte Einreisen, die nur Zuwanderer begehen können, nicht berücksichtigt.

Nach der Statistik fallen Zuwanderer in einigen Kriminalitätsfeldern besonders auf: So stellen sie beim Taschendiebstahl einen Anteil von 35,1 Prozent aller gut zwei Millionen Tatverdächtigen in Deutschland. Bei...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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