Kriminalstatistik wird vorgelegt

Mann in Handschellen. Foto: Paul Zinken

Mord, Diebstahl, Einbruch, rechte Übergriffe: Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) stellt am heute in Berlin neue Kriminalitätszahlen vor.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Sachsens Ressortchef Markus Ulbig (CDU), präsentiert de Maizière die Kriminalstatistik für das vergangene Jahr sowie Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität.

Vorab wurden bereits einige Entwicklungen und Zahlen bekannt. Wohnungseinbrüche zum Beispiel wurden etwas weniger. Laut «Spiegel» sank die Zahl der angezeigten Fälle 2016 zum ersten Mal seit zehn Jahren: im Vergleich zum Vorjahr von 167.000 auf rund 151.000.

Gewalttaten und Sexualdelikte nahmen dagegen zu, wie die «Bild»-Zeitung berichtete. Demnach wuchs die Gewaltkriminalität im vergangenen Jahr um 6,7 Prozent auf rund 193.500 Taten. Besonders stark zugelegt hätten dabei Fälle von Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen. Sie nahmen um 14,3 Prozent auf gut 2400 Fälle zu. Gravierend sei auch der Anstieg der registrierten Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung, meldete das Blatt. Hier gebe es laut Statistik eine Zunahme von 12,8 Prozent auf mehr als 7900 Fälle.

Eine wichtige Rolle dürfte die Entwicklung der politisch motivierten Kriminalität spielen. 2015 hatten Straftaten aus der rechten und linken Szene einen neuen Höchststand erreicht. Die Polizei hatte in dem Jahr insgesamt fast 39.000 politisch motivierte Delikte gezählt - gut 19 Prozent mehr als 2014.

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