Kriminelle Attacken kosten deutsche Firmen jährlich mehr als 100 Milliarden Euro

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat deutsche Unternehmen vor Cyberangriffen der Hackergruppe "Winnti" gewarnt. Die Sicherheitsexperten gehen von einer anhaltenden Angriffswelle durch den Akteur auf die deutsche Wirtschaft aus

Attacken von Kriminellen auf deutsche Firmen verursachen nach Angaben aus Branchenkreisen Schäden von rund 103 Milliarden Euro pro Jahr. Das geht aus einer am Mittwoch vom Verband Bitkom veröffentlichten Umfrage von Managern hervor. Die Schäden verdoppelten sich demnach in zwei Jahren. Eine Untersuchung aus den Jahren 2016 und 2017 hatte noch eine Summe von jährlich rund 55 Milliarden Euro durch Angriffe ergeben.

Die Zählung erfasst laut Bitkom alle Formen von Sabotage, Datendiebstahl und Spionage. Dabei geht es nicht nur um Cyber-Attacken, sondern auch um den physischen Diebstahl sensibler Dokumente oder von Maschinen. Der Umfrage unter mehr als 100 Chefs oder Sicherheitsverantwortlichen ergab demnach, dass 75 Prozent aller Unternehmen in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren derart angegriffen wurden.

Bei der Vorläuferbefragung waren es lediglich 55 Prozent, die dies angaben. "Umfang und Qualität der Angriffe auf Unternehmen haben dramatisch zugenommen", erklärte Bitkom-Präsident Achim Berg. Bitkom ist der Wirtschaftsverband deutscher Unternehmen der Digital- und Hightechbranche.

bro