Kriminelle weiten Drogenproduktion in China aus

Öffentliche Verbrennung beschlagnahmter Drogen in China

China leidet unter einem wachsenden Drogenproblem. Vor allem die Produktion und der Konsum synthetischer Drogen nimmt rasant zu, wie Liu Yuejin von der chinesischen Betäubungsmittel-Kontrollbehörde am Montag berichtete. 2016 wurden 106 Prozent mehr synthetische Drogen wie Methamphetamin oder Ketamin sichergestellt als im Vorjahr. Auch die Herstellung von Vorstufen zur Rauschgiftproduktion sowie von so genannten Neuen Psychoaktiven Substanzen (NPS) nahm zu.

Der Markt für synthetische Drogen wachse international weiter, sagte Liu: "Allgemein breitet sich das Drogenproblem in hohem Tempo weiter aus." China gehört zu den Hauptproduzenten synthetischer Rauschgifte wie Chrystal Meth oder Fentanyl. Die Hersteller bieten die Drogen einfach über das Internet an.

Bei den Neuen Psychoaktiven Substanzen handelt es sich um Chemikalien, die die Wirkung existierender illegaler Drogen imitieren. Die Hersteller verändern die chemischen Formenl ständig, um stets einen Schritt schneller als die Behörden zu sein und einem Verbot der Produkte zu entgehen.

Allein bei zwei Razzien bei Online-Drogenhändlern nahmen die Ermittler im vergangenen Jahr 21.000 Verdächtige fest und beschlagnahmten 10,8 Tonnen Rauschgift und 52 Tonnen Drogen-Vorstufen.

Während ein Teil des Rauschgifts in alle Welt geschmuggelt wird, wächst auch in China selbst die Zahl der Drogenkonsumenten. Im vergangenen Jahr stieg sie laut Liu um 6,8 Prozent auf 2,5 Millionen. 60 Prozent von ihnen konsumierten chemische Drogen, 38 Prozent nahmen Opiate wie Heroin und rund ein Prozent Kokain oder Cannabis.

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